FCS-Fanclubs Forza Crew und Young Side spenden 1903 Euro an Arbeitskreis Betreutes Wohnen

von: Claus Kuhn

Große Freude in der Försterstraße: Die FCS-Fanclubs Forza Crew und Young Side haben dem Arbeitskreis Betreutes Wohnen e.V. eine Spende in Höhe von 1903 Euro überreicht. Das Geld stammt aus einem Dartturnier, das die Fangruppierungen im vergangenen Oktober organisiert hatten. Bei der Scheckübergabe wurde deutlich, dass hinter der Aktion weit mehr steckt als eine einmalige Sammelinitiative.

gruppenfoto fcs fanclubs

Kevin von der Forza Crew berichtete über die Entstehung der Spendensumme: „Wir haben letztes Jahr im Oktober unser drittes Start-Open veranstaltet im Fan-Projekt, haben eine Spendensumme von 1799 Euro erreicht und wollten das oder stocken das auf mit unserer Krummkasse auf 1903 Euro als Gründungsdatum von Weiden als Spendensumme haben.“ Die symbolische Zahl verweist auf das Gründungsjahr des 1. FC Saarbrücken und unterstreicht die große Verbundenheit der Fans mit ihrem Verein. 

Die Idee, den Arbeitskreis Betreutes Wohnen e.V. zu unterstützen, entstand laut Jakob von der Young Side eher zufällig: „Ja, quasi über die Freundin einer Freundin von uns, die Psychologie studiert und in einer WhatsApp-Gruppe vernetzt ist und uns diesen Verein sozusagen empfohlen hat.“ Nach einer intensiveren Auseinandersetzung mit der Arbeit des Vereins sei man sich „relativ schnell einig“ gewesen, „dass das das richtige Spendenziel für unsere Darts-Gala ist“.

Für die beiden Fanclubs ist soziales Engagement inzwischen fester Bestandteil ihres Selbstverständnisses. „Wir sind als Gruppe uns ganz klar in der Verantwortung, auch in der Stadt, in unserer Stadt was zu tun. Seit Gründung der Gruppe haben wir beide schon uns ehrenamtlich engagiert, haben Spenden gesammelt. Das hat sich natürlich jedes Jahr hoch gesteigert, so dass wir jetzt den bisher höchsten Betrag spenden konnten“, erklärte Kevin. Auch künftig soll das Turnier fortgeführt werden. „Ja, mit Sicherheit. Es lief ja dieses Jahr wieder gut, deswegen gibt es eigentlich keinen Grund, es einzustampfen. Und wir haben ja auch selber einfach super viel Spaß dran.“ Veranstaltungsort war bislang die Villa Blau-Schwarz, das Fanprojekt Saarbrücken im Ludwigspark. Ob das Turnier weiter wachsen soll oder in ähnlicher Größe bestehen bleibt, sei noch offen.

Beim Arbeitskreis Betreutes Wohnen stieß die Spende auf große Dankbarkeit. Die Leiterin des Vereins, Irmgard Jochum, sagte: „Wir waren wirklich überrascht und total erfreut, dass es überhaupt zu unseren Gunsten diese Veranstaltung gab und dann dieser hohe Betrag mit den wunderbaren Zahlen 1903 Euro zustande gekommen ist.“ Ziel sei es, dass das Geld unmittelbar den Menschen zugutekommt, für die der Verein arbeitet. „Unser Wunsch ist es natürlich, dass das Geld den Menschen zugute kommt, für die der Arbeitskreis Betreutes Wohnen da ist.“ Geplant seien besondere Ausflüge oder Aktivitäten, „die unsere Leute sich auch normalerweise nicht leisten können oder bei denen es finanziell schwierig wäre“.

Der Arbeitskreis Betreutes Wohnen besteht seit über 40 Jahren und ist im Nauwieser Viertel beheimatet. Er richtet sich an Erwachsene mit psychischen Problemen, in Krisensituationen oder mit seelischen Behinderungen. Ein Schwerpunkt ist ein Tageszentrum, das montags bis freitags geöffnet ist und Raum für Begegnung, Beratung und gemeinsame Aktivitäten bietet. Viele Angebote seien für Betroffene allein schwer zugänglich. „Einsamkeit, Unsicherheit ist ein großes Thema“, schilderte Jochum. Darüber hinaus bietet der Verein individuelle Einzelfallhilfen an, bei denen Fachkräfte Klientinnen und Klienten im Alltag unterstützen – etwa bei Behördengängen, Arztbesuchen oder in persönlichen Krisensituationen. Die Nachfrage sei in den vergangenen Jahren gestiegen. „Also die Bedürftigkeit nach solchen Unterstützungen und Beratungsleistungen, die ist schon sehr, sehr groß und die ist im Wachsen“, so Jochum. Teilweise stoße man an Kapazitätsgrenzen.

Eine lose Kooperation mit dem Umfeld des 1. FC Saarbrücken besteht bereits: Bei Spielen informiert der Verein mit einem Roll-Up und Infomaterial über seine Angebote. So soll niedrigschwellig auf Hilfsangebote aufmerksam gemacht werden.

Die Spende der beiden Fanclubs setzt damit ein Zeichen über den Sport hinaus. Das Dartturnier verbindet Gemeinschaft und Engagement – und beweist den Anspruch der Saarbrücker Fanszene, dass Fanleidenschaft auch gesellschaftliche Verantwortung einschließen kann.

 

Autor: Claus Kuhn | www.saarnews.com
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